Netzwerk Frieden Niedersachsen“, NFN

Wozu dient es?

Die besondere Dichte an militärischen Einrichtungen, Rüstungsbetrieben, Truppenübungsplätzen u.a. in Niedersachsen und die besondere Bedeutung als Aufmarschgebiet und Logistikzentrum für geplante Truppenbewegungen an die Ostflanke der NATO bzw. an die russische Grenze erfordern besondere Aufmerksamkeit der hiesigen Friedensbewegung. Viele bestehende und sich noch bildende Friedensbündnisse und -initiativen in Niedersachsen können bei selbstverständlicher Beibehaltung ihrer Autonomie von einem gemeinsamen Pool an Informationen in ihrer Region gewinnen und eine größere Aufmerksamkeit erreichen. So z.B. mit Aktivitäten entlang der geplanten Ost-Verlängerung der NATO-Pipeline. Aber auch mit konzertierten Aktionen wie eine gleichzeitige Präsenz vor Berufsschulen oder Kasernen quer durch Niedersachsen.

Unser Homepage-Kalender gibt Auskunft über anstehende Aktionen und Veranstaltungen. Die Dokumentation verschiedener Ausarbeitungen und Hintergrundtexten hilft auch bei der lokalen Informationsarbeit. Eine „Pinnwand“ hilft bei Angeboten von und an Musiker/innen und Referent/innen.

Zudem bietet ein gemeinsames Netzwerk den Vorteil einer Plattform für gemeinsame regionale oder landesweite Aktionsplanungen, hilft neu Interessierten, ihre Friedensinitiative vor Ort zu erreichen, bietet auch sozialen, gewerkschaftlichen, Umwelt- und Klimaorganisationen und vielen anderen vom Sozialabbau durch Hochrüstung Betroffenen einen Anlaufpunkt, sich in den gesellschaftlich breiter werdenden Friedensprozess einzubringen.

Das sind wir:

Wir kommen aus verschiedenen Friedensinitiativen in Niedersachsen, die die Bedrohung durch die Weltkriegsgefahr, in die uns unsere deutsche Regierung und die NATO treiben zum Anlass nehmen, unsere Kräfte zu verstärken und auszuweiten. Wir wollen beitragen zur Aufklärung über die Gefahren der Hochrüstung und der Militarisierung, um der weit verbreiteten Verunsicherung über das Ausmaß der Bedrohung entgegenzutreten.

Wir sehen uns dem Konzept der Grasroot-/Graswurzelbewegung verbunden, in der die Autonomie der Teilnehmenden Grundlage sich gegenseitig befruchtenden Initiativen ist. Dies zu garantieren bieten sich eigene, selbst ausgestaltete Bereiche und zwecks innerer Kommunikation interne Bereiche an.

Gemeinsam sind wir stark

Lokale Initiativen bleiben unersetzlich, Zusammenschlüsse, die der Militarisierung entgegentreten haben aber mehr gebündelte Durchsetzungsfähigkeit. Sie können mit einer gemeinsamen kooperativen Struktur im Rücken tiefer und breiter in die Gesellschaft wirken und zur aktiven Beteiligung an Friedensaktionen einladen. Das Netzwerk kann der Ausgangspunkt für Kooperationen mit anderen überregionalen und nationalen Friedensbündnissen sowie anderen sozialen Bewegungen sein.

Gibt es Beschränkungen der Teilnahme?

Zur Abgrenzung gegen mögliche rechtsradikale Einflüsse gelten die folgenden Prinzipien: Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften, die solche Ansichten vertreten. Diese können auch nicht Teil unserer Bündnisse sein.